Menschen zusammenzubringen ist seit jeher Teil unserer DNA – sei es mit Events, Kampagnen, Brand Activations oder Public Relations. Bei all unseren Projekten ist es immer unser Ziel, aus einzelnen Massnahmen inspirierende Begegnungen und Touchpoints zu kreieren.
Umso spannender finden wir die Frage, weshalb Gemeinschaft heute wieder so an Bedeutung gewinnt, welche Rolle Sport dabei spielt und warum reine Performance dadurch in den Hintergrund rückt.
Genau dieser gehen wir nach und sprechen mit Jessica Schirmak von Salomon und Julia Röthlisberger von BARRY’S aus unserem Compresso-Netzwerk. Beide verbindet die Überzeugung, dass Sport weit mehr ist als Leistung. Im Interview erzählen sie, weshalb Communitys heute eine immer wichtigere Rolle spielen, was Menschen an gemeinsamen Erlebnissen fasziniert und wie Marken aus ihrer Sicht echte Begegnungen schaffen können. Wir wünschen euch spannende Einblicke.
Warum funktioniert «Community» gerade im Sport so stark?
Jessica «Jessie» Schirmak (Salomon): Gemeinsam Sport zu treiben verbindet. Man erlebt Herausforderungen, Erfolge und besondere Momente zusammen und schafft Erinnerungen, die bleiben. In einer Zeit, in der sich vieles digital und vor Bildschirmen abspielt, wird das Bedürfnis nach echten Begegnungen immer grösser.
Julia Roethlisberger (BARRY’S Switzerland): Sport schafft Verbindungen, weil er Menschen in einem sehr echten Moment zusammenbringt. Bei BARRY’S stehen CEOs neben Student:innen, Anfänger:innen neben langjährigen BARRY’S Fans. Für sechzig Minuten verfolgen alle dasselbe Ziel. Diese gemeinsamen Erfahrungen schaffen oft stärkere Beziehungen als klassische Networking-Events oder Social Media.
Wie entsteht aus einzelnen Trainings eine echte, loyale Community?
Jessie: Eine Community entsteht dann, wenn nicht das Training allein im Mittelpunkt steht. Bei unserer Gravel-Running-Bewegung geht es nicht darum, persönliche Bestzeiten zu jagen. Der Fokus liegt klar auf dem Miteinander – auf dem gemeinsamen Erlebnis, dem persönlichen Austausch und der Freude, sich regelmässig zu sehen.
Was beobachtest Du aktuell im Bereich Community-Workouts und Social Fitness?
Julia: Wir sehen einen klaren Wandel: Fitness wird immer stärker zum sozialen Erlebnis. Menschen suchen nicht nur Training, sondern Community, Motivation und echte Begegnungen. Die Grenze zwischen Ausgehen und Training verschwimmt zunehmend. Früher ging man in den Ausgang, heute geht man zusammen ins BARRY’S. Gerade in einer digitalen Welt gewinnen persönliche Erlebnisse wieder an Bedeutung. Und dafür steht BARRY’S seit über 28 Jahren.
Was macht BARRY’S mehr aus als nur ein gutes Workout?
Julia: Ein gutes Workout kann man an vielen Orten bekommen. Was BARRY’S besonders macht, ist die Kombination aus Intensität, Atmosphäre und Gemeinschaft. Menschen kommen zu uns, um an ihre Grenzen zu gehen, aber sie bleiben, weil sie sich als Teil einer Community fühlen. Es ist ein Ort, an dem man gemeinsam stärker wird – körperlich und mental.
Weshalb setzt Salomon beim Gravel Running auf den Community-Gedanken?
Jessie: Gravel Running ist aus unserer Sicht dazu da, die sozialen Batterien aufzuladen, Zeit in der Natur zu verbringen und gleichzeitig etwas Gutes für Körper und Geist zu tun. Es geht weniger um High-Performance-Training als vielmehr um gute Gespräche, neue Bekanntschaften und das Gefühl, gemeinsam unterwegs zu sein. Dazu passt auch der Gedanke hinter Gravel Running perfekt: Es darf auf allen Untergründen stattfinden und lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Ob Asphalt, Waldweg, Kiesstrasse oder Trail – erlaubt ist, was Spass macht. Diese Offenheit macht Gravel Running besonders zugänglich und schafft Raum für individuelle Erlebnisse, die man gemeinsam teilen kann.
Was können Marken oder Unternehmen von erfolgreichen Sport-Communitys lernen?
Jessie: Erfolgreiche Communitys basieren auf Authentizität, Vertrauen und regelmässigen Begegnungen. Menschen kommen nicht wegen einer Marke, sondern wegen der Gemeinschaft. Genau deshalb sind Run Clubs und andere Sport-Communitys für Unternehmen interessant geworden. Sie bieten die Möglichkeit, Produkte und Marken auf natürliche Weise erlebbar zu machen, beispielsweise durch Testmöglichkeiten in einem vertrauten Umfeld. Entscheidend ist dabei, dass die Community immer an erster Stelle steht.
Julia: Die stärksten Communitys entstehen, wenn Menschen etwas miteinander erleben. Im Sport sind es gemeinsame Ziele, Emotionen und Erfolge. Für Marken bedeutet das: Wer echte Verbindungen schafft, statt nur Botschaften zu senden, wird nicht nur gekauft, sondern erlebt und weiterempfohlen.
Für Jessica Schirmak – oder einfach «Jessie» – gibt es kaum etwas Schöneres als Zeit draussen in der Natur zu verbringen. Aufgewachsen im Sauerland, führte sie ihre Begeisterung für Berge und Bewegung nach dem Studium in Medien- und Eventmanagement von Köln in die Schweiz. Geblieben ist sie unter anderem wegen der Berge und ihrer Leidenschaft für den Outdoor-Sport. Diese Passion brachte sie über einige Umwege ins Trade Marketing bei Salomon. Ob auf Trails, im Schnee oder auf dem Wasser: Jessie liebt es, auf Brettern, die ihre Sport-Welt bedeuten, unterwegs zu sein und Menschen durch gemeinsame Erlebnisse in Bewegung zu bringen.
Julia Röthlisberger hat ihre grosse Leidenschaft zum Beruf gemacht. Die Zürcherin kommt ursprünglich aus der Werbe- und Marketingbranche und arbeitete für namhafte Agenturen in der Schweiz und in Kopenhagen. Dort hat es Klick gemacht: Sie verliebte sich in das BARRY’S-Konzept und das ikonische «Red Room»-Fitness-Setting. Was als Training begann, wurde zur Mission: Julia war überzeugt, dass BARRY’S auch in die Schweiz gehört. Gesagt, getan. Heute hat das Kult-Boutique-Gym aus West Hollywood dank ihr längst seine Community in Zürich gefunden.
